Modularer Aufbau und garantierte Aktualität
Im Zentrum steht der komplette Lebenszyklus eines IBM Storage Protect-Servers: von Installation, Konfiguration und Storage-Pool-Management über die tägliche Automatisierung mit Scheduling und Scripts bis zur laufenden Administration.
Ergänzt wird dies um Security-Themen von den Grundlagen bis zu Hardening, NIST-Framework und branchenspezifischen Cyber Resilience-Szenarien, den Aufbau verteilter Multi Server- und Replication-Architekturen samt Disaster Recovery sowie vertiefende Spezialthemen wie Troubleshooting, Performance-Tuning und die IBM Storage Defender-Strategie.
Einstieg auf jedem Level möglich
Die Module sind drei Kompetenzstufen zugeordnet – Beginner, Advanced und Expert – sodass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer genau das Wissen erwirbt, das für die eigene Rolle relevant ist: von der täglichen Anwendung über den eigenständigen Serverbetrieb bis zur strategischen Verantwortung für die gesamte Backup-Infrastruktur.
Das Training wird stets auf der aktuellsten stabilen Version von IBM Storage Protect durchgeführt.
Der Kurs findet als Inhouse-Schulung statt – wahlweise remote oder vor Ort in Ihren eigenen Räumlichkeiten. Die zeitliche Einteilung gestalten wir flexibel, damit sich die Schulung gut in Ihren Arbeitsalltag integrieren lässt.
Einstieg mit Beginner (7 Module)
Einstieg in IBM Storage Protect — Bedienung statt Administration
An wen richtet sich diese Stufe
Anwenderinnen und Anwender, die den IBM Storage Protect Backup-Archive-Client bedienen – Backups, Restores und Archive selbst durchführen –, ohne dabei Zugriff auf den Server zu haben.
Ebenso geeignet für Administratorinnen und Administratoren, die neu bei IBM Storage Protect einsteigen und zunächst die Grundlagen und die Fachterminologie kennenlernen möchten, bevor sie Verantwortung für die Serverseite übernehmen.
Voraussetzungen
- Keine IBM Storage Protect-Vorkenntnisse nötig.
- Sicherer Umgang mit Windows oder Linux sowie ein grundlegendes Verständnis von Client-Server-Beziehungen genügen für den Einstieg.
Was Sie lernen
- Sie lernen die Architektur und Terminologie von IBM Storage Protect kennen
- Sie verstehen die verschiedenen Backup-Mechanismen des Clients und arbeiten praktisch mit den Bedienoberflächen – GUI, Kommandozeile und WebClient.
- Am Ende können Sie eigenständig Backups durchführen, Daten wiederherstellen und archivieren.
Modulinhalte
- Allgemeines & Dokumentation – Einführung in Architektur, Terminologie und Dokumentationsquellen von IBM Storage Protect.
- Backup Methodik – Überblick über die Backup-Mechanismen des Clients: Progressive Incremental, Incremental by Date, Selective, Image-, journalbasiertes Backup, NDMP und S3-kompatibles Backup.
- Backup Archive Client – Download, Installation und Komponenten des Clients unter Windows und Linux. Einstieg in die Bedienoberflächen – GUI, Kommandozeile, WebClient und Administrationsschnittstelle.
- Backup Archive Client Config – Konfiguration des Clients: Include/Exclude-Regeln, Client Option Sets, Verschlüsselung und Kompression sowie Firewall-relevante Einstellungen.
- Backup – Backup-Modi und der technische Ablauf einer Sicherung, inklusive clientseitiger Deduplizierung, Kompression und Verschlüsselung sowie der Erstellung von Backup Sets.
- Restore – Query- versus No-Query-Restore, Wiederherstellung an einen alternativen Ort oder von einem anderen Node sowie Restore nach einem Replication-Failover.
- Archive – Archiv-Objekte und ihre Aufbewahrungsfristen, Erstellung von Archiven über GUI und Kommandozeile sowie Retrieve und gezieltes Löschen archivierter Daten.
Advanced (13 Module)
Eigenständiger Betrieb eines IBM Storage Protect-Servers
An wen richtet sich diese Stufe
Administratorinnen und Administratoren, die einen IBM Storage Protect-Server im Tagesbetrieb eigenständig verwalten sollen – von der Installation über die laufende Konfiguration bis zur täglichen Wartung.
Ideal für alle, die bereits mit den Grundlagen vertraut sind (z. B. aus der Beginner-Stufe) und nun Verantwortung für den Serverbetrieb übernehmen.
Voraussetzungen
Empfohlen:
- Kenntnisse auf Beginner-Niveau oder vergleichbare praktische Erfahrung im Umgang mit dem Backup-Archive-Client.
- Grundlegende Linux- oder Windows-Administrationskenntnisse sind hilfreich.
Was Sie lernen
- Sie installieren, konfigurieren und aktualisieren einen IBM Storage Protect (ISP)-Server, richten Storage Pools, Devices und Policies ein und setzen grundlegende Security-Maßnahmen um.
- Zusätzlich lernen Sie, Backups zu planen und zu automatisieren sowie die täglich anfallenden Wartungsaufgaben souverän zu erledigen.
Modulinhalte
- Server-Architektur & DB2 – Komponenten des ISP-Servers und ihr Zusammenspiel, die Rolle der eingebetteten DB2-Datenbank sowie die Kommunikationswege zwischen Client und Server.
- Server Installation – Installation eines ISP-Servers auf Windows und Linux – von den Systemvoraussetzungen über die DB2-Instanzerstellung bis zum automatischen Instanzstart.
- Server Upgrade – Der vollständige Upgrade-Prozess auf Linux und Windows, inklusive Validierung, DB2-Schemaänderungen und Rollback bei fehlgeschlagenen Upgrades.
- Server Config – Grundlegende Serverkonfiguration nach der Installation, insbesondere Lizenzierung und zusätzliche Serveroptionen.
- Devices – Anbindung und Konfiguration physischer und virtueller Speichergeräte, Bibliotheken und Device Classes.
- Storage Pools – Storage-Pool-Typen (Legacy und Container-basiert), ihre serverseitigen Operationen sowie die Migration zwischen den Typen.
- Domain & Policies – Die Policy-Hierarchie zur Steuerung von Versionierung und Aufbewahrung sowie die Übersetzung von Geschäfts-SLAs in konkrete Policy-Definitionen.
- Storage Rules – Definition, Abfrage und Überwachung automatisierter Storage-Pool-Prozesse im Produktivbetrieb.
- Security Basics – Administratorrechte und LDAP-Anbindung, Passwortregeln und Multi-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung und Zertifikatsverwaltung.
- Scheduling – Zentrale Steuerung von Backup-Vorgängen über Client-, Administrative- und Storage-Rule-Scheduling.
- Volume Management – Grundlagen der Tape-Volume-Verwaltung: SCRATCH- versus PRIVATE-Volumes sowie Checkin und Checkout von Bändern.
- Daily Doing – Täglich wiederkehrende Administrationsaufgaben – Wartungsplanung, Datenbank-Backup und kontrolliertes Decommissioning von Nodes.
- Monitoring – Überwachung der ISP-Umgebung zur frühzeitigen Problemerkennung und zur Sicherstellung der SLA-Konformität.
Expert (18 Module)
Multi-Server-Architektur, Security-Strategie und Spezialwissen
An wen richtet sich diese Stufe
- Erfahrene Administratorinnen und Administratoren sowie Spezialistinnen und Spezialisten, die Multi-Server-Umgebungen verantworten, unternehmensweite Sicherheits- und Resilienzstrategien entwickeln oder tiefgehende Fehlerdiagnose und Performance-Optimierung durchführen. Dieses Kompetenzniveau geht über den reinen Tagesbetrieb hinaus, in Richtung Architektur, Spezialwissen und strategische Beratung.
Voraussetzungen
Empfohlen:
- Kenntnisse auf Advanced-Niveau oder mehrjährige praktische Erfahrung im Betrieb eines ISP-Servers.
- Für die Sicherheits- und Resilienz-Module sind Grundkenntnisse in IT-Security hilfreich.
Was Sie lernen
- Sie planen und betreiben Multi-Server-Umgebungen, setzen Replication und Disaster Recovery um und entwickeln unternehmensweite Security- und Cyber-Resilience-Konzepte.
- Ergänzend vertiefen Sie DB2-Interna, Scripting und SQL-Auswertungen und beherrschen systematische Fehlerdiagnose und Performance-Tuning.
Modulinhalte
- Stgpool Maintenance – Zentrale Serverprozesse für Storage Pools – Expiration, Reclamation, Migration – sowie die Fehlerbehandlung defekter Volumes.
- Enhanced Security – Sicherheitsrisiken für Backup-Umgebungen, Hardening-Maßnahmen, eine Einführung in das NIST-Framework sowie SIEM-Integration.
- Cyber Resilience für Banken – Cyber-Resilience-Anforderungen für Banken im Kontext der EU-Regulierung DORA und die Aufrechterhaltung kritischer Bankdienstleistungen.
- Cyber Resilience in Krankenhäusern – Cyber-Resilience im Krankenhausumfeld: Umgang mit Legacy-Systemen, hohen Verfügbarkeitsanforderungen und vielfältigen Software-Landschaften.
- Multiserver – Aufbau und Verwaltung von Multi-Server-Umgebungen mit Library Manager, Config Manager und serverübergreifendem Command Routing.
- Replication – Replication-Funktionalität von den Grundlagen bis zu Multi-Target- und Failover-Szenarien mit abweichenden Retention-Policies.
- Retention Set – Retention Sets als Point-in-Time-Snapshot zur Langzeitaufbewahrung, einschließlich Retention Holds für Legal-Hold-Zwecke.
- DRM – Der Disaster Recovery Manager von ISP – Workflow und Recovery Plan File zur Wiederherstellung des Servers im Katastrophenfall.
- DB2 – Vertiefte Administration der eingebetteten DB2-Datenbank: Ressourcenplanung, manuelle Instanzerstellung und Tablespace-Reorganisation.
- Script – Automatisierung von ISP-Administrationsaufgaben über Server-Scripts und Makros inklusive logischer Kontrollstrukturen.
- SQL – Abfrage der ISP-Datenbank über SQL für individuelle Auswertungen zu Auslastung, Activity Log und Node-Verwaltung.
- Operation Center – Zentrale grafische Steuerung und Überwachung von ISP-Umgebungen inklusive Anbindung weiterer Server als Spoke-Instanzen.
- Troubleshooting – Systematische Fehlerdiagnose in Server-, Client- und DB2-Umgebungen, inklusive Tracing und automatisierter Datensammlung.
- Tuning – Performance-Analyse und Tuning-Parameter auf Server- und Client-Seite sowie die IBM-Referenzarchitekturen (Blueprints).
- Tiering – Einbindung von Tiering-Konzepten zur kosteneffizienten Speicherung von Backup-Daten über mehrere Speicherebenen.
- Defender – Einführung in die IBM-Storage-Defender-Strategie und ihr Zusammenspiel mit Storage Protect zur Bedrohungserkennung und -abwehr.
- Cloud – Einbindung von Cloud-Speicherzielen in IBM Storage Protect als Ergänzung zu klassischen Storage Pools und Bandbibliotheken.
- Cloud Server – Aufbau und Bereitstellung eines IBM Storage Protect Servers in Cloud-Umgebungen wie AWS oder Azure, orientiert an den IBM-Referenzarchitekturen (Blueprints).
Ihre Schulungsumgebung
Die praktischen Übungen finden auf einer von Ihnen bereitgestellten Umgebung statt – so trainieren Sie direkt mit einem Setup, das Ihrer eigenen Infrastruktur entspricht. Unterstützt werden dabei Windows, Linux und AIX.
Damit das reibungslos gelingt, unterstützen wir Sie im Vorfeld:
- Hilfestellung beim Aufbau der Schulungsumgebung
- Eine Übersicht der technischen Voraussetzungen passend zu den gebuchten Modulen
- Technische Unterstützung bei Rückfragen vor und während der Einrichtung
Ihr individueller Lernplan
Da sich die Module frei kombinieren lassen, empfehlen wir dringend, Ihren persönlichen Lernpfad vorab gemeinsam mit uns abzustimmen – je nach Vorerfahrung, Rolle und den Anforderungen Ihrer IBM-Storage-Protect-Umgebung.
So stellen Sie sicher, dass Sie genau die Module belegen, die für Sie relevant sind, und keine wichtige Grundlage überspringen.
Schreiben Sie mir direkt eine E-Mail, wenn der Kurs Sie interessiert. Wir klären Ihre Fragen und stellen Ihren individuellen Modulplan auf.
Andreas Wagener, Information Security Officer
Telefon +49 172 761 94 15